Der Einkaufspreis einer Folienrolle ist der kleinste Kostenfaktor. Die eigentlichen Kosten entstehen an ganz anderer Stelle.
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Fragt man Logistikverantwortliche nach den Kosten von Stretchfolie, nennen die meisten den Preis einer Folienrolle. Doch genau das ist der falsche Maßstab. Die Folienrolle selbst ist der günstigste Bestandteil einer Einweg-Ladungssicherung – die eigentlichen Kosten entstehen bei jedem Arbeitsschritt, in jeder Schicht und bei jeder einzelnen Transporteinheit.
Die Gesamtkosten (Total Cost of Ownership) von Einweg-Stretchfolie setzen sich aus zahlreichen Kostenpositionen zusammen, die selten gemeinsam betrachtet werden: Arbeitszeit für das Wickeln und Nachwickeln, Entsorgungs- und Recyclingkosten, EPR-Gebühren, Kunststoff- und CO₂-Abgaben, Warenschäden durch instabile Ladungen sowie der Aufwand für Reinigung und Entsorgung von Folienresten im Lager.
Wer alle diese Faktoren berücksichtigt, zahlt in einem Markt wie Österreich durchschnittlich rund 0,99 € pro Transport für die Sicherung eines Rollcontainers mit Stretchfolie. Ein wiederverwendbares, servicebasiertes System beginnt bereits bei etwa 0,33 € pro Transport. Dieser Unterschied ist kein Preisnachlass – sondern macht Kosten sichtbar, die bisher schlicht nie vollständig erfasst wurden.
Das manuelle Wickeln von Stretchfolie ist zeitaufwendig und wiederholt sich unzählige Male am Tag. Während das Umwickeln eines Rollcontainers rund eine Minute beansprucht, lässt sich ein wiederverwendbares HeroPAK-Panel in etwa zehn Sekunden befestigen. Hochgerechnet auf das tägliche Versandvolumen entstehen dadurch erhebliche Einsparungen bei der Arbeitszeit – oftmals größer als das gesamte Budget für Stretchfolie, noch bevor Entsorgungs- oder Compliance-Kosten berücksichtigt werden.
Mit der PPWR entwickelt sich Einweg-Stretchfolie von einer klassischen Betriebsausgabe zu einem regulatorischen Risiko. Spätestens mit den Wiederverwendungszielen bis 2030 und den Berichtspflichten gemäß Artikel 29 bis 31 stellt sich nicht mehr die Frage: „Was kostet Stretchfolie?“, sondern: „Was kostet es, weiterhin daran festzuhalten, während die regulatorischen Anforderungen kontinuierlich steigen?“
Jeder Logistikbetrieb weist eine individuelle Kostenstruktur auf. Der schnellste Weg zu belastbaren Ergebnissen besteht darin, die Gesamtkosten auf Basis Ihrer tatsächlichen Transportmengen, Personalkosten und Entsorgungsgebühren zu berechnen – statt sich auf Durchschnittswerte der Branche zu verlassen.